Die Übung des Exerzitiums

Alltag kann sehr öd sein und es fällt schwer, eine geistige Dimension im Staubsaugen zu entdecken.
Es sind die äußeren Bedingungen, die von mir eine Antwort bekommen, so oder so. Wie antworte ich also?
Die Übung besteht im bewussten Dabei-Sein, also in der Konzentration auf das Tun. Jedoch ist es nicht nur eine einfache Konzentration, weil ich wünsche, dass meine Handlung effektiv sein soll. Sondern es ist ein Tun, in dem ich meine Aufmerksamkeit auf das Ding richte, mit dem ich umgehe - und zugleich auf mich selbst. Ich bringe also Außenwelt und Innenwelt zusammen. Die Innenwelt kann am Anfang ja erst einmal darin bestehen, dass ich meine Hand wahrnehme und dann mit diesem „ Handbewusstsein“ etwas anfasse. Diese „Tat“ hat eine andere Qualität als eine schnelle zweckgerichtete Handlung, bei der mein Geist schon beim Ergebnis etc. ist. Auf dieser Erfahrung kann ich aufbauen.
So kann man sagen, ein Aspekt des Exerzitiums ist die Übung der Selbstwahrnehmung in Verbindung mit dem Tun.
Auch der Atem ist so ein Weg, der einem hilft, beim Tun bei sich zu sein.
Dabei ist das Ergebnis nicht wichtiger als der Mensch, der es so erarbeitet.
Zwei Zitate von Fachleuten:
K.Graf Dürckheim: „ Es sind die kleinen Dinge, die uns brauchen“
Thich Nhat Hanh: Wenn wir das Kochen, Putzen , Fegen und Waschen mit Achtsamkeit ausführen, berühren wir die höchste Dimension der Wirklichkeit.
Darüber lässt sich nachdenken.
Im Herzlhaus finden Sie viele Arbeiten, um auf diesem Feld Erfahrungen zu machen!
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© Veronika Hanus